Sonntag, 28. August 2016, 19.00 Uhr
St. Nikolaus Kirche, Werastraße 120, 70190 Stuttgart

Sergio Orabona

PROGRAMM

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Toccata, Adagio und Fugue C-Dur BWV 564

Robert Schumann (1810 - 1856)
aus 6 Studien in kanonischer Form op. 56:
nr. 4 in As-Dur: Innig
nr. 5 in h-moll: nicht zu schnell

Vincenzo Petrali (1830 - 1889)
aus 6 Versetti per il Gloria:
Versetto nr. 2
Versetto nr. 3

Marcia per dopo la Messa

Marco Enrico Bossi (1861 - 1925)
Pezzo eroico

Louis Vierne (1870 - 1937)
aus Symphonie nr. 3 op. 28:
Allegro maestoso
Cantilène

Charles-Marie Widor (1844 - 1937)
aus der Symphonie nr. 5 op. 42:
Toccata


Eintritt frei, um eine Spende für die Kirchenmusik wird freundlich gebeten
Sergio Orabona

1978 geboren in Neapel. Schon als Kind begann er sein musikalisches Studium mit seinen Eltern, die beide als Lehrer am Konservatorium von Neapel angestellt sind. 1998 erlangte er das Diplom für Orgel und Orgelkomposition mit der höchsten Punktzahl und der Bezeichnung cum Laude. Sein Lehrer zu der Zeit war Vincenzo de Gregorio, Organist an der Kathedrale von Neapel. Studien bei Arturo Sacchetti, Daniel Roth, Harald Vogel und am Päpstlichen Musikinstitut von Rom beim Giancarlo Parodi schließen sich an. 1994 spielte er auf der Orgel von Thomas De Martino (1750) im Dom zu Neapel eine CD für die Edition „Terzo Millennio“ ein; gewidmet ist sie den Autoren der „Scuola Organistica Napoletana” (Neapolitanische Orgelschule). Im Jahr 2000 machte er seine Diploma in den Fächern Klavier und Chorleitung.

Von 1995 bis 2001 wirkte er als Organist der Wallfahrtsbasilika Madonna del Carmine in Neapel und von 1997 bis 2007 als 2. Organist der Kathedrale von Neapel. Gleichzeitig war er noch bei „The Choral Schoral" in der Anglikanische Kirche von Neapel tätig. Außerdem spielte er auch Rundfunkaufnahmen ein, unter anderem mit unveröffentlichen Stücken von Francesco Durante, Giovanni Furno und Carlo Cotumacci für den Bayerischen Rundfunk.

In seiner Konzertlaufbahn folgten zahlreiche Auftritte, sowohl als Solokünstler, als auch im Orchester, u.a. in Italien, Frankreich (Alpe d'Huez, Kathedrale von Boulogne-sur-mer, Sainte Clotilde und La Madeleine in Paris), Deutschland (Ingolstädter Münster, Dom zu Fulda), Luxembourg (Kathedrale), Schweiz (Kathedrale von St. Gallen), Österreich, Spanien, Polen (Warschauer Kathedrale, Breslauer Dom), Kroatien (Kathedrale von Zagreb) stets mit zustimmender Kritik für seine technische und interpretatorische Leistung. In Nordamerica spielte er in New York (St. Thomas Church, Central Synagogue), Washington (National City Christian Church), Chicago (St. John Cantius), Milwaukee, Buffalo (Westminster Presbyterian Church), Toronto (Metropolitan United Church). Auch mit den Orchestern des Musikzentrums „Pietà de' Turchini" und des Opernhauses von Neapel "San Carlo" musizierte er regelmäßig.

Seit 2012 ist er Organist der katholischen St. Nikolaus Kirche in Stuttgart. Er ist sowohl als Gründer wie auch als künstlerischer Leiter des Internationalen Stuttgarter Orgelfestivals tätig. Er ist Mitglied des neapolitanischen Orgelvereins "Giovanni Maria Trabaci".
Für die Edition „Setticlavio" hat er Transskriptionen und Lehrbücher verfasst.